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Dünnes Blech, stabiles Standbein?

Der Caravan-Trend ist ungebrochen. Welche Chancen bietet das Geschäft mit den Reisemobil Betrieben? Vor welchen Herausforderungen stehen Fachleute bei der Instandsetzung?

Der Bestand an Wohnmobilen wächst. Heute fahren rund 60.000 Camper auf Schweizer Strassen. Zusätzlich zu den 60.000 Fahrzeugen, die gemeldet sind, existieren zum gleichen Zeitpunkt noch weitere 40.000 Wohnanhänger. Zusammen 100.000 potenzielle Kunden! Rein zahlenmässig birgt die Caravan-Instandsetzung also ein erhebliches Potenzial für Carrosserie- und Lackierbetriebe. Doch wie sehen das die Werkstätten selbst? Ähnlich. Im Rahmen einer Facebook-Umfrage von colornews.de in Deutschland schätzten rund zwei Drittel der teilnehmenden Betriebe dieses Geschäftsfeld als durchaus aussichtsreich ein. In der Schweiz wird dies nicht anders sein.

Viele Aufträge sind Kleinschäden

Auch Markus Knutti ist überzeugt: „Die Reparatur von Reisemobilen ist für meinen Betrieb ein attraktives Standbein.“ Gerade im Spätsommer, beginnt in seiner Werkstatt die Stosszeit für das Geschäft. „Zahlreiche Wohnmobile kehren mit Blessuren aus der Urlaubssaison zurück“, weiss der Betriebsinhaber. Der Grossteil der Schäden seien Kleinschäden unter CHF 1'500.--. „Vor allem handelt es sich dabei um Parkschäden im Schwellenbereich sowie um Streifschäden am Dach oder an der Dachkante“, erklärt er.

Materialmix sorgt für Komplexität

Doch egal ob Kleinschadenreparatur oder Unfallreparatur: „Die Caravan- und Wohnmobilinstandsetzung erfordert vom Lackierer hohe Präzision sowie viel Erfahrung“, erklärt Volker Wistorf, Technischer Leiter bei Spies Hecker. „Durch die komplexe Struktur der Fahrzeuge sind umfangreiche Fachkenntnisse notwendig, um zu verhindern, dass beispielsweise durch feine Haarrisse grössere Schäden entstehen, die kostenintensivere und aufwändigere Reparaturen erfordern“, führt der Experte aus und verweist auf zahlreiche technische Herausforderungen, die Caravans bei ihrer Instandsetzung mit sich bringen. „Das liegt zum einen an dem im Fahrzeug verbauten Materialmix, zum anderen an der besonderen Beschaffenheit der Bleche“, schildert Volker Wistorf.

 

Interview mit David Kukies – Caravan Experte bei Spies Hecker Köln

Herr Kukies, welche Faktoren haben Einfluss auf die Caravan-Reparatur?

In Wohnmobilen und Caravans sind viele unterschiedliche Materialien, wie Aluminium, PMMA, PUR, Holz, ABS und GFK verbaut. Dieser Materialmix beeinflusst den kompletten Instandsetzungsprozess von der Farbtonfindung bis zur Lacktrocknung. Darüber hinaus stellt die geringe Lackschichtdicke die Lackierer vor besondere Herausforderungen. Das beginnt bereits bei der Vorbereitung, denn PMMA, welches bei Stossstangen und Kühlergrills Anwendung findet, ist beispielsweise sehr lösemittelempfindlich. Daher sollte der Lackierer hier nur milde Reinigungsmittel verwenden, um Versprödung oder Rissbildung im Material zu vermeiden.

Welche Besonderheiten sind bei der Farbtonfindung zu beachten?

Die Farbtonbestimmung bei Caravans ist sehr komplex. Die Bleche für Caravans werden in der Serie im Bandwalzverfahren hergestellt und pulverbeschichtet. Die Lackschichtdicke beträgt zwischen 35 μm bis 40 μm. Zum Vergleich: Bei Pkw liegt sie zwischen 120 μm und 140 μm. Deshalb ist es empfehlenswert, für den Farbtonabgleich eigens erstellte Musterbleche als Orientierungshilfe einzusetzen.

Welche Auswirkungen hat die geringe Farbschichtdicke der Caravan-Bleche auf den Lackierprozess?

Auch die Lackstärke im Reparaturbereich ist mit 100 μm und 130 μm deutlich niedriger als bei Pkw. Der Lackaufbau muss darauf abgestimmt sein. Es bieten sich daher lufttrocknende Produkte an, wie der Permasolid HS Speed Füller 5500 und der Permasolid HS Speed Klarlack 8800. Den Füller kann der Lackierer innerhalb von unter einer Stunde Lufttrocknung schleifen.

Was ist bei der Trocknung darüber hinaus zu beachten?

Durch den Materialmix können bei zu hohen Temperaturen Schäden entstehen. Das gilt insbesondere bei der Infrarottrocknung: Die starke Hitzeentwicklung kann das verbaute Aluminium und auch PUR-Verbindungen deformieren und so irreparable Schäden verursachen. Daher bieten sich lufttrocknende Produkte an.

Unser nächstes Seminar «Caravan-Reparatur» findet am 11. Oktober 2019 in Pratteln statt.

Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung.

www.spieshecker.ch

Über Spies Hecker

Spies Hecker, eine der weltweiten Reparaturlackmarken von Axalta Coating Systems, entwickelt optimale, praxisorientierte Lösungen, welche die Arbeit in Lackierbetrieben erleichtern und effizienter machen können. Mit hochwertigen Produktsystemen, kundenspezifischer Beratung und gezieltem Training ist Spies Hecker seit über 135 Jahren ein starker Partner des Lackierhandwerks. Die Kölner Lackmarke zählt zu den international führenden Autoreparaturlackmarken und ist in mehr als 76 Ländern aktiv.

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